Der Name „Römer“ ist dem Frankfurter allgegenwärtig, ganz gleich ob damit der Römerberg gemeint ist oder unser Rathaus. Doch wer hat bei der Namensgebung hier wem Pate gestanden, woher kommt der Name Römer?

Oft wird vermutet, dass die Familie, die im Haus Zum Römer wohnte, diesen Namen trug und das Haus daher entsprechend benannt wurde. Tatsächlich aber war es umgekehrt. Die zunehmende Bevölkerungsdichte verlangte irgendwann danach, dass die Menschen zur Unterscheidung neben ihrem Vornamen einen weiteren Namen erhielten. So übernahmen viele ihre Berufsbezeichnung als Nachnamen, andere wiederum wählten den Hausnamen, in dem sie wohnten. Die Familie hieß also Römer, weil sie im Haus Zum Römer wohnte – und nicht umgekehrt.

Das Haus Zum Römer erhielt diesen Namen wahrscheinlich wegen der italienischen Kaufleute, die dort seit dem Mittelalter während der Messen im Erdgeschoss ihre Waren anboten. Rom galt damals als Synonym für ganz Italien. Beweisen lässt sich dies zwar nicht, aber die Tatsache, dass der alte Papstpalast in Rom auf dem Lateran steht und das Haus links neben dem Römer früher „Zum Laderam“ – eine Verballhornung von Lateran – hieß, gilt als wichtiger Hinweis.

Damit hat jeder was am Hut

Ob Bürger oder Bürgermeister, Bänker oder Punker, Gast oder Gastronom – viele Frankfurter engagieren sich für den Wiederaufbau der Turmspitze des Langen Franz. Hut ab für alle, die sich einreihen und mithelfen, unserer Stadt ein besonderes Stück Skyline zurückzugeben.