Prunkvolles Holzmodell des Langen Franz im Römer aufgestellt

Die Neue Altstadt Frankfurts soll mit Hilfe der Bürger/innen Frankfurts wieder komplett werden.
Frankfurt am Main, 18. Juni 2021 – Wie würde der Rathausturm Frankfurts mit seiner ursprünglichen Turmspitze aussehen? Mit Hilfe eines 1,50 m hohen Holzmodells können Frankfurterinnen und Frankfurter nun einen Eindruck bekommen, mit welchen architektonischen Details die Turmspitze des Rathausturms ursprünglich geschmückt war und welches markantes Charakteristikum der Neuen Altstadt noch heute fehlt. Oberbürgermeister Peter Feldmann und Prof. Christoph Mäckler vom Neuen Brückenbauverein bitten die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger mit diesem Holzmodell, das jetzt im Foyer des Römers aufgestellt wurde, um Spenden für den Langen Franz.

Alle großen Städte in Deutschland haben ihre Rathaustürme, die im Krieg zerstört wurden, wieder aufgebaut. Nur Frankfurts Rathausturm hat noch heute ein Notdach. Mit Hilfe einer Spendenkampagne soll der Frankfurter Rathausturm seinen markanten Hut zurückbekommen, den auffällig gestalteten Turmaufbau – dafür sammelt der Neue Frankfurter Brückenbauverein seit Herbst 2018 Spenden von Frankfurter Bürgerinnen und Bürger.

Jetzt wurde ein Holzmodell im Maßstab 1:50 aus Birnbaum im Auftrag des Neuen Brückenbauvereins angefertigt und kann im Foyer des Römers besichtigt werden. Hut ab für alle Bürger/innen, die mit ihrer Spende mithelfen, Frankfurt ein besonderes Stück Skyline zurückzugeben. Durch die Spendenkampagne des Neuen Brückenbauvereins rückt die Rekonstruktion des Langen Franz nach fast 70 Jahren in greifbare Nähe: Der Brückenbauverein hat mittlerweile mit mehr als 350 Einzelspenden über 186.000 Euro für dem Langen Franz gesammelt. Durch die großzügige zusätzliche Spendenverdoppelungs-Aktion von Konrad von Bethmann von insgesamt 120.000 Euro ist bereits ein gutes Stück der erforderlichen Summe von insgesamt einer Millionen Euro erreicht. Zu den Unterstützern der Spendenkampagne zählen unter anderem Oberbürgermeister Peter Feldmann, Ehrenbürgerin Petra Roth, Eintracht Präsident Peter Fischer; Künstler Bäppi La Belle, Stadthistoriker Björn Wissenbach, Primus-Linien-Chefin Marie Nauheimer, Brezelbub Wölfi alias Wolfgang Holzer, Künstler Mirek Macke und viele mehr. Sie alle werben dafür, mitzuhelfen und zu spenden, um der Stadt Frankfurt den Rathausturm zurückzugeben.

Eng verbunden mit der Geschichte Frankfurts

Karl der Große hält sein Schwert wieder in der Hand / Neuer Brückenbauverein übernimmt die Kosten
Frankfurt am Main, 30. Januar 2021 – Die Denkmalkopie des Standbildes „Karls des Großen“ auf der Alten Brücke in Frankfurt hat das Schwert wieder. Am Tag des Karlsamtes, das jedes Jahr zum Gedenken des Todestages Karls des Großen stattfindet, dankten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig dem Neuen Brückenbauverein für sein Engagement. Als Sponsor der 2016 errichteten Replik Karls des Großen hat der Neue Brückenbauverein die Kosten für das gestohlene Schwert übernommen. Zudem wird in den nächsten Wochen, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, eine erklärende Inschrift an der Vorderseite des Standbildes eingraviert, an deren Kosten sich der Brückenbauverein ebenfalls beteiligt. Zum Dank an den Neuen Brückenbauverein wurde seitlich des Denkmals eine Edelstahltafel befestigt. Im Sommer 2020 wurde die Klinge des Schwerts von Karl dem Großen auf der Alten Brücken von Unbekannten abgetrennt und entwendet. Mit Unterstützung des Kulturamtes und des Neuen Brückenbauvereins wurde die ursprünglich aus Bronze hergestellte Klinge des Schwertes nun durch eine Holzreplik ersetzt. Als Termin für die Anbringung des Schwertes wurde bewusst der 30. Januar gewählt, da seit 1332 am letzten Samstag im Januar die Feier des Karlsamtes zum Gedenken an den Todestag Karls des Großen stattfindet. „Der Neue Brückenbauverein ist entsetzt über den Diebstahl des Schwertes, das mit Hilfe der Spenden von engagierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern bezahlt wurde. Um auch weiterhin dazu beizutragen, die Frankfurter Geschichte lebendig zu machen, hat sich der Verein bereit erklärt, das Schwert Karls des Großen zu ersetzen und eine erklärende Inschrift eingravieren zu lassen. Zudem setzt der Verein eine Belohnung von 1.000 Euro aus, falls das Schwert wiedergefunden werden sollte“, sagte der Architekt und Vorsitzende des Brückenbauvereins, Christoph Mäckler.

Der Lange Franz als Tonmodell

Den Rathausturm gibt es nun auch als ca. 33 cm hohes Tonmodell zu kaufen.
Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Töpferei Bauer einen Partner gefunden haben, der unser Projekt zum Wiederaufbau der Turmspitze des Langen Franz unterstützt. Pro verkauftem Ton-Modell werden automatisch 10 Euro an den Brückenbauverein gespendet. Das Ziel der Spendensammlung ist es, mit dem Erlös den Wiederaufbau des Originals weiter voranzutreiben. Zu kaufen gibt es den Langen Franz aus Ton für 118 Euro in der Töpferei Bauer in der Neuen Altstadt, Markt 9, in Frankfurt oder unter folgendem Link: Töpferei Bauer.

Karl der Große ohne Schwert

Unbekannte haben an einer Statue von Karl dem Großen an der Alten Brücke das Schwert entwendet. Die Polizei sucht nach Hinweisen.
Frankfurt am Main, 13.8.2020. Das Schwert Karl des Großen auf der Alten Brücke wurde entwendet. Die Polizei teilte mit, dass man dies bereits am 24. Juli festgestellt habe. Die vom Neuen Brückenbau finanzierte und errichtete Kopie des Denkmals von Karl dem Großen seht seit September 2016 auf der Alten Brücke in Frankfurt. Das Original befindet sich im Historischen Museum. Die Kosten für die drei Meter hohe Statue aus Mainsandstein betrugen 110 000 Euro. Das 1,40m lange Bronzeschwert wurde entwendet, ohne die Statue zu beschädigen. Die Polizei Frankfurt ermittelt gegen die unbekannten Diebe und sucht nach Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zu dem Tathergang machen können. Hinweise können unter der Telefonnummer 069/75510800 an das 8. Polizeirevier oder jede andere Polizeidienststelle gerichtet werden. Aktuelle Meldungen: FNP BILD

Der Neue Brückenbauverein und Oberbürgermeister Peter Feldmann prämieren die Preisträger des Schulwettbewerbs zum Frankfurter Rathausturms Langen Franz

Neben Bänkern, Künstlern und Gastronomen und vielen Frankfurter Bürgern haben sich nun auch Frankfurter Schüler/innen für den Wiederaufbau der Turmspitze des Langen Franz engagiert. Die stolzen Preisträger des Schülerwettbewerbs haben heute im Kaisersaal des Römers die Preise von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Prof. Christoph Mäckler entgegengenommen. Hut ab für alle, die sich einreihen und mithelfen, Frankfurt ein besonderes Stück Skyline zurückzugeben.
Frankfurt am Main, 29. Januar 2019 – Der Frankfurter Rathausturm soll seinen markanten Hut zurückbekommen, den auffällig gestalteten Turmaufbau – dafür sammelt der Neue Frankfurter Brückenbauverein seit Herbst 2018 Spenden von Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. Im Rahmen eines Schulwettbewerbs “Ein neuer Hut für den Langen Franz”, den der Neuer Brückenbauverein in Kooperation mit der Fachberatung Kultur des Staatlichen Schulamts 2018 ins Leben gerufen, wurde die Schüler/innen Frankfurts aufgerufen, eine Arbeit über den Langen Franz zu realisieren. Oberbürgermeister Peter Feldmann, Prof. Christoph Mäckler und Afina Matthias überreichten heute den stolzen Preisträgern während einer feierlichen Verleihung im Kaisersaal die Preise für ihre kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte des Frankfurter Rathausturms und dankten insbesondere den beteiligten Lehrer/innen für ihr außerordentliches Engagement. Ziel des Wettbewerbs war es, den “Langen Franz” wieder in seiner öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und die kindliche Begeisterung für die Geschichte der Stadt zu wecken. Insgesamt haben an dem Wettbewerb im letzten Jahr circa 200-300 Kinder mit ebenso vielen Arbeiten aus fünf Schulen bzw. 20 Klassen der Stufe 2-9 teilgenommen. Den ersten Preis erhielt die Klasse 3a der Münzenberger Grundschule für die besonders kreative und umfangreiche Auseinandersetzung mit dem Langen Franz. Neben einem Gedicht, einem Lied und einem Vortrag gestaltete die Grundschulklasse unter der Leitung von Annette Hautzel Hüte, Dächer aus Ton und Zeichnungen der Turmspitze und von Franz Adickes. Den zweiten Preis verlieh die Jury an die Intensivklasse der Friedrich-Ebert-Schule, die im Rahmen eines Ausflugs zum Langen Franz einen Film erstellt hat. Die Intensivklasse besteht aus Schülerinnen und Schülern unterschiedlichen Alters, die erst seit kurzer Zeit in Frankfurt leben und grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache erwerben. Der Chor der Holzhausenschule unter der Leitung von Christoph Gotthardt vom Staatlichen Schulamt untermalte die Veranstaltung mit zwei Liedern zum Langen Franz. Die Preisträger des Schulwettbewerbs lauten: 1. Preis: Münzenberger Grundschule, Klasse 3a, Frau Annette Hautzel, 1.000 Euro 2. Preis: Friedrich-Ebert Schule Seckbach, integrierte Gesamt- und Ganztagsschule, Intensivklasse, 11-15 Jahre, Frau Kasia Pluta, 500 Euro zwei 3. Preise: Viktoria-Luise Grundschule, Rebstockviertel, 3. Klasse, Frau Justina Giza, 250 Euro und Carl Schurz Schule Sachsenhausen Gymnasium, 5., 7. und 9. Klasse, Frau Tatjana Tarabrina, 250 Euro Sonderpreis: Sankt Angela Schule, Königstein, Realschule und Gymnasium, 5., 6., 7. und 9. Klasse Frau Tatjana Tarabrina, 250 Euro Der Neue Brückenbauverein hat im Vorfeld der schulischen Beschäftigung einen Workshop mit dem bekannter Stadthistoriker und Vorstandsmitglied des Brückenbauvereins Björn Wissenbach angeboten, in dem das Frankfurter Rathaus vorgestellt wurde. Die eingereichten Arbeiten wurden von einer unabhängigen Jury bewertet und Konrad von Bethmann, Vorstandsmitglied des Brückenbauvereins, hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Preisgelder für den Schulwettbewerb in Erinnerung an die langjährige Initiative seines Vaters Johann Philipp Freiherr von Bethmann, den Langen Franz zu rekonstruieren, zu stiften. Zu den weiteren großzügigen Spendern der letzten Wochen zählen die Landwirtschaftliche Rentenbank mit 5.000 Euro und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft mit 2.000 Euro. Zudem haben die Mitglieder des International Women’s Club Frankfurt dem Brückenbauverein Einzelspenden zugesagt. „Der Neue Brückenbauverein Frankfurt, in dem sich zahlreiche engagierte Bürger zur Erhaltung und Förderung der Baukultur zusammengeschlossen haben, freut sich sehr über das ausgesprochene Interesse der Schülerinnen und Schüler einiger Frankfurter Schulen, das im Schulwettbewerb um den Rathausturm Langer Franz sichtbar wurde. Vor allem aber freut sich der Brückenbauverein über die Kreativität, mit der Schülerinnen und Schüler den alten Rathausturm rekonstruieren und ihm seinen Hut zurückgeben möchten. Der Brückenbauverein konnte in seiner Jurysitzung feststellen, dass sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Geschichte des Langen Franz auseinandergesetzt haben und mit Hilfe des großartigen Engagements ihrer Lehrerinnen ihren Beitrag dazu leisten, der Stadt ein sichtbares Stück Skyline zurückzugeben. Nach der Rückkehr Karls des Großen und des Briggegickels auf der Alte Brücke ist es das erklärte Ziel des Brückenbauvereins, gemeinsam mit der Stadt und ihren Bürgern den historischen Rathausturm wiederaufbauen. Daher ziehen wir unseren Hut vor allen Kindern, die mithelfen, Frankfurt ein Stück seiner vergessenen Geschichte zurückzugeben“, so Prof. Christoph Mäckler, Vorsitzender des Neuen Brückenbauvereins Frankfurt e.V.

Großes Banner wirbt für die Rekonstruktion des Langen Franz

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Christoph Mäckler haben am 3. Juni 2019 an der sogenannten „Seufzerbrücke“ des Rathauses ein großes Banner angebracht, das die Frankfurter Bürger auf das fehlende Dach des Langen Franz hinweisen soll und um Spenden und Unterstützung bittet.
Seit vergangenem Jahr sammelt der Neue Brückenbauverein Frankfurt Spenden, um das Dach des Rathausturmes zu rekonstruieren und dem „Langen Franz“ seine markante Spitze zurückzugeben. Ziel der Spendenkampagne ist es, insgesamt eine Million Euro zu sammeln. Was dann noch fehlt, soll mit Hilfe der Stadt aufgebracht werden. Insgesamt wird die Rekonstruktion wohl 2,5 Millionen Euro kosten. „Der Neue Brückenbauverein Frankfurt hat sich als Zusammenschluss zahlreicher engagierter Frankfurter Bürger ein neues Ziel gesetzt: Wir wollen der Stadt ein sichtbares Stück Skyline in unmittelbarer Nähe zur Paulskirche zurückgeben – die Turmspitze des Rathauses, den ‚Langen Franz‘!“, sagte Mäckler. „Nach der Rückkehr Karls des Großen und des Briggegickels auf der Alte Brücke wollen wir gemeinsam mit der Stadt und ihren Bürgern den historischen Rathausturm wiederaufbauen. Hut ab für alle, die mithelfen, Frankfurt ein Stück seiner vergessenen Geschichte zurückzugeben.“

Schulwettbewerb

Ein neuer Hut für den „Langen Franz“
Auch die Schulen Frankfurts können mit dazu beitragen, dem historischen Rathausturm wieder sein Dach bzw. seinen Hut zurückzugeben. In Kooperation mit der Fachberatung Kultur im Staatlichen Schulamt Frankfurt ruft der Neue Brückenbauverein die Frankfurter Schulen auf, sich an dem Schulwettbewerb “Ein neuer Hut für den Langen Franz” zu beteiligen. Ziel des Wettbewerbs ist es, den “Langen Franz” wieder in seiner öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und die kindliche Begeisterung für die Geschichte der Stadt zu wecken. Die Aufgabe an die Schüler ist es, eine kreative Arbeit über den “Langen Franz” zu entwerfen und zu realisieren. Eine unabhängige Jury aus Frankfurter Persönlichkeiten wird die Arbeiten bewerten und prämieren. Als Abschluss des Wettbewerbs veranstaltet die Stadt Frankfurt und der Neue Brückenbauverein im Januar 2020 eine feierliche Preisverleihung im Römer, bei der Oberbürgermeister Peter Feldmann die besten Arbeiten auszeichnen wird. Hut ab für alle Frankfurter Schüler und Lehrer, die bei dem Wettbewerb mitmachen! Weitere Informationen zu dem Wettbewerb, dem Workshop Termin und der Anmeldung (Anmeldeschluss 30. November 2019) finden Sie hier: Download PDF

DER HUT FÜR DEN LANGEN FRANZ

Unter dem Motto „Der Hut gehört nach oben“ stellt der Neue Brückenbauverein e.V. seine Spendenaktion für den Wiederaufbau der Turmspitze des Langen Franz vor. Passend dazu lässt man auch in den begleitenden Infomaterialien und der Webseite des Brückenbauvereins den Hut rumgehen — und zeigt, wie viel Frankfurterinnen und Frankfurter dieses einmalige Projekt bereits unterstützen.
Parallel zur offiziellen Eröffnung der neuen Frankfurter Altstadt stellt der Brückenbauverein seine Spendenaktion für ein weiteres geschichtsträchtiges Frankfurter Bauprojekt vor: die Rekonstruktion der historischen Turmspitze des Langen Franz. Der nördliche Rathausturm, Langer Franz genannt, war zu seiner Bauzeit das zweithöchste Gebäude Frankfurts und lange Zeit ein zentraler Orientierungspunkt der Stadt. Zudem war die Silhouette der imposanten Turmspitze schon zuvor jahrhundertelang Teil des Stadtbildes, denn der Turmhelm war der Spitze des alten Sachsenhäuser Brückenturms nachempfunden, der von 1345 bis 1765 auf der Südseite der Alten Brücke thronte. Dieser baugeschichtlichen Bedeutung zum Trotz erhielt der im Krieg zerstörte Rathausturm danach nur ein Notdach. Eine Übergangslösung, die der Lange Franz mittlerweile länger (er-)trägt, als seinen großen, repräsentativen Originalaufbau. Im Rahmen der Aktion „Der Hut gehört nach oben.“ erinnert der Brückenbauverein an die Geschichte des Langen Franz und des Frankfurter Rathauses — mit dem Ziel, Spenden für den Wiederaufbau der schmuckvollen Turmspitze zu sammeln. Wie viele Frankfurterinnen und Frankfurter mit diesem Projekt „etwas am Hut haben“ zeigt sich dabei deutlich. Auf dieser Webseite und anderen begleitenden Materialien demonstrieren zahlreiche bekannte und unbekannte Frankfurter Bürgerinnen und Bürger ihre Unterstützung: Frankfurt gibt dem Langen Franz seinen Hut zurück. Falls auch Sie sich einreihen möchten, um den Wiederaufbau des Langen Franz zu unterstützen, klicken Sie bitte hier.

Karl der Große

Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt am Main hat der Neue Brückenbauverein e.V. die Wiederaufstellung des Standbilds Karls des Großen auf der Alten Brücke realisiert. Neben dem Brückenkreuz war das Standbild die wohl bedeutendste Ergänzung des Brückenensembles im 19. Jahrhundert.
Mit ihm besann man sich nach Identität und Verortung suchend auf den eigentlichen Ursprung der am Main gelegenen Stadt. Da das ursprüngliche Standbild fest in die Dauerausstellung des neuen Historischen Museums eingebunden werden soll, wurde für die Alte Brücke eine originalgetreue Sandsteinfigur gefertigt, deren Kosten der Brückenbauverein mit Hilfe der führenden Frankfurter Geldinstitute und Spendern trägt. Am  1. Oktober 2016  um 11 Uhr kehrt das Denkmal Karls des Großen auf die Alte Brücke zurück. Gemäß der historischen Situation wurde die Statue stromaufwärts auf der Alten Brücke in der Nische – in der zwischen 1967 und 2013 das Brückenkreuz stand – mit Blickrichtung nach Westen und damit in Richtung des historischen Kerns der Stadt aufgestellt. Damit wurde Frankfurt ein sichtbares Stück ihrer vergessenen Geschichte zurückgegeben und die Alte Brücke als Geburtsort der Stadt im Stadtbild wieder lebendig gemacht.

Schulwettbewerb

In Kooperation mit dem städtischen Schulamt hatte der Neue Brückenbauverein e.V. Frankfurter Schulen dazu aufgerufen, sich im Rahmen eines Wettbewerbs intensiv mit der Geschichte der Alten Brücke in Frankfurt auseinanderzusetzen.
Ziel des Wettbewerbs war es, die Alte Brücke als Keimzelle Frankfurts wieder in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und zu verankern, aber auch die kindliche Begeisterung für die Geschichte der Stadt zu wecken. Im letzten Jahr haben sich viele Kinder und Jugendliche im Alter von 3-15 Jahren zur Teilnahme am Wettbewerb motivieren lassen. Zunächst haben sie mit unserem Vorstandsmitglied und Stadthistoriker Björn Wissenbach die Alte Brücke kennengelernt und die alten Fischergewölbe besucht. Dies hat die jungen Künstler zu insgesamt mehr als hundert kreativen arbeiten inspiriert. So sind im Unterricht Lieder, Gedichte, Texte, Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, aber auch Brückenmodelle und sogar eine Pappmachéfigur von Karl dem Großen entstanden. Eine unabhängige Jury aus Frankfurter Persönlichkeiten hat die Arbeiten gesichtet, bewertet und prämiert. Die Preisverleihung fand im feierlichen Rahmen im Tower 185 statt.

Brückenkreuz

Die Alte Brücke, in ihrer Geschichte als wichtiges Wegekreuz richtungsweisend für die Entwicklung der Stadt Frankfurt, bündelte die Pilgerströme nach Santiago de Compostela, ermöglichte den Kurfürsten sich zur Wahl der Könige und Kaiser zu versammeln und schuf die Voraussetzungen für das Messe- und Bankenwesen. Noch heute gibt die Alte Brücke der Stadt ihr unverwechselbares Gepräge. 2015 wurde die Alte Brücke saniert, die Funktionalität erneuert und das historische Erscheinungsbild wiederbelebt. In diesem Zusammenhang hat der Neue Brückenbauverein e.V. der Stadt Frankfurt angeboten, die Kosten für die Sanierung des Brückenkreuzes zu tragen, denn das Wahrzeichen, im Volksmund auch als Brickegickel bekannt, zählt bereits seit dem frühen 15. Jahrhundert zu den besonderen Wahrzeichen der Brücke. Die Alte Brücke und der Brickegickel sind untrennbar mit der Geschichte der Stadt Frankfurt verbunden. 2017 wird auch das Brückenkreuz auf die Alte Brücke zurückkehren.

Karl der Große – Roter Mainsandstein / Röttbacher Sandstein

Der Rote Mainsandstein, dessen Lagerstätten sich vom Spessart im Norden bis zum Odenwald im Westen erstrecken, hat in Frankfurt wesentlich zu einem unverwechselbaren Stadtbild beigetragen. Der Stein für das Standbild Karls des Großen wurde in einem Steinbuch in der Nähe von Röttbach im Main-Spessart Kreis gewonnen, der sich durch seine besonders feinkörnige, gleichmäßig rot eingefärbten Lage auszeichnet und sich hervorragend für die bildhauerische Bearbeitung eignet.

Karl der Große – Scan und Fräsung

Bereits im Juni 2015 erstellte die Firma „Form4 Plus“ im Auftrag des Bamberger Natursteinwerks Hermann Graser mit einem Laserscanner im sogenannten Punktierungsverfahren ein exaktes dreidimensionales Abbild der Originalstatue. Auf der Grundlage dieser mit dem 3D-Scanner gewonnen Daten wurde in Bamberg zunächst mit einer CNC-Fräsmaschine eine Grobform aus einem fünf Tonnen schweren Rohblock aus Main-Sandstein herausgefräst.

Karl der Große – Bildhauerische Bearbeitung

Der Bildhauer Andreas Artur Hoferick ist in seinem Atelier in Berlin seit etwa einem halben Jahr mit der Feinarbeit beschäftigt, um die handwerkliche Qualität des Denkmals zu gewährleisten. Der Kopf Karls des Großen wird dabei nach historischen Fotos der Jahrhundertwende gearbeitet, da die Rekonstruktion von 1986 in wesentlichen Punkten vom Original abweicht. Vorausgegangen sind dafür eine eingehende Recherche in den Archiven des Instituts für Stadtgeschichte und dem Historischen Museum der Stadt Frankfurt, sowie eine sorgfältige Studie an einem Gipsmodell. Andreas Artur Hoferick, der grundsätzlich in historischen Techniken arbeitet, ist es gelungen ein Stück fühlbare Geschichte zu schaffen und dem Standbild Leben einzuhauchen.

Karl der Große – Krone

Vorbild der Krone ist die Reichskrone der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches aus der Weltlichen Schatzkammer der Hofburg in Wien. Die Reichskrone war, neben dem Reichskreuz, dem Reichsschwert und der Heiligen Lanz, der wichtigste Teil der Reichskleinodien und findet sich in vielen Darstellungen Karls des Großen wieder.
Quelle: © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt Main